1933 richtete eine SA-Standarte im Ortsteil Alt-Daber ein Konzentrationslager ein und hielt dort Mitglieder der Arbeiterparteien gefangen. Während des Zweiten Weltkrieges waren in Wittstock Ersatztruppenteile stationiert und Schulen der Fallschirmjäger der Wehrmacht eingerichtet.
Nach 1945 richtete die Rote Armee in der Stadt eine Garnison ein. Die bestand bis Juni 1994.
Im Nordosten von Wittstock entstand ab 1952 in der Kyritz-Ruppiner-Heide schrittweise ein riesiger Truppenübungsplatz für die Rote Armee. Zunächst übten dort Panzerverbände. Später wurden dann auch Bombenabwürfe im Tiefflug trainiert. Auf diese Nutzung durch die Rote Armee geht auch die Bezeichnung Bombodrom zurück. 1992 stellen die russischen Truppen die Übungsflüge ein. 1993 gab die Rote Armee den Übungsplatz endgültig auf. Die damalige Bundesregierung beschloss die militärische Weiternutzung des riesigen Areals von 144 Quadratkilometern als Übungsraum für Tiefflüge und Bombenabwürfe. Seit dieser Zeit tobt ein erbitterter politischer wie juristischer Kampf um das Gelände, der bis heute nicht entschieden ist. Die Bürgerinitiative „Freie Heide" kämpft seit 1993 darum, den geplanten Übungsplatz zu verhindern. Und auf der Seite der Initiative stehen die betroffenen Bundesländer und Gebietskörperschaften rund um die Kyritz-Ruppiner-Heide gegen das Bundesministerium der Verteidigung.
[Quelle: Deutsche-Geschichte.de]